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Vaters Eingliederung in die Nachkriegsgesellschaft vollzog sich unter
der Regie seiner geliebten Vaters Eingliederung in die Nachkriegs-gesellschaft vollzog sich unter der Regie seiner geliebten Frau, die er leichtsinniger Weise auch vor anderen Leuten als seinen „Oberfeldwebel“ bezeichnete.
Opa fand die neue Zeit aufregend und voller Herausforderungen. Um seinem geliebten Moselland und seinem Wein eine neue Zukunft zu geben, begann er sofort ein Buch zu entwerfen und Vorschläge für einen Neuanfang zu erarbeiten.
Meine Mutter blieb so, wie sie immer war und bildete dadurch das Fundament der Familienzukunft. Ihre Geige, die sie nach der Champagnerpolonaise nicht mehr anfassen wollte, verwandelte sie durch sehr verzwickte Tauschmanöver in einen Stabilbaukasten, der mich sehr glücklich machte.
Und ich begann; mich nach all dem Elend des Krieges, ein wenig auf den Tag zu freuen, an dem meine Schule wiederbeginnen sollte.

Sogar die Herren Offiziere begannen, ihre und unsere Zukunft ein bisschen geschmeidiger zu betrachten. Bei genauer Betrachtung des Fragebogens zur Entnazifizierung deutscher Hitlerbonzen stellten die Herren fest, dass man dieselben Fragen einem großen Teil ihrer französischen Volksgenossen besser nicht stellen sollte.
Milde war für die Zukunft angesagt.


 

Nachwort.

Als ich damit begann, die ersten Erinnerungen an meine Kriegs-erlebnisse aufzuzeichnen, dachte ich zunächst an eine paar
humorvolle Lausbubengeschichten.  Aber schon nach ganz wenigen Seiten merkte ich, dass hinter den bunten Bildern überall der Sensenmann in seinen variationsreichen Verkleidungen
zu erkennen war. Daher entschloss ich mich, auch die Dramatik des Überlebenskampfes sichtbar zu machen.

Herzlichen Dank sage ich den Damen:
Karen Peetz, Beate Debourdeau und Milena Masson.
Die Damen haben mir geholfen, im Gestrüpp meiner Erinnerungen
den rechten Weg durch die Deutsche Grammatik nicht zu verlieren.

Wer mehr über das Städtchen Berkastel-Kues erfahren will,
dem empfehlen wir den Besuch der Internetseiten von
Roland Klinger
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